EDR allein genügt nicht: Warum Unternehmen auf ganzheitliche Sicherheitsstrategien setzen müssen
In der heutigen digitalen Landschaft werden Endgeräte häufig zur primären Zielscheibe für Cyberkriminelle. Unternehmen setzen verstärkt auf Endpoint Detection and Response (EDR), um Bedrohungen zu erkennen und abzuwehren, die über Endgeräte ins Netzwerk gelangen. Doch mit der stetigen Weiterentwicklung von Angriffsmethoden wird EDR zunehmend als unzureichend angesehen. In diesem Beitrag beleuchten wir, warum allein EDR nicht mehr genügt und welche zusätzlichen Strategien Unternehmen in ihre Sicherheitsmaßnahmen integrieren sollten.
Der Wert von Endpoint Detection and Response
EDR-Lösungen helfen Sicherheitsteams, Bedrohungen auf Endgeräten frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und Maßnahmen zu ergreifen. Bei verdächtiger Aktivität sendet EDR ein Signal an das Sicherheitsteam, das daraufhin Schritte wie die Isolation des betroffenen Geräts einleiten kann, um mögliche Gefahren einzudämmen. EDR bietet eine reaktive Schutzschicht, die Bedrohungen in Echtzeit erkennt und Gegenmaßnahmen einleitet.
Warum EDR heute nicht mehr ausreicht: Vier entscheidende Gründe
Obwohl EDR weiterhin eine wichtige Rolle spielt, gibt es Einschränkungen, die die wachsende Bedrohungslandschaft deutlich machen. Moderne Angriffe zielen oft auf das gesamte Netzwerk oder die Cloud-Infrastruktur eines Unternehmens ab – und diese Bedrohungen übersteigen das EDR-Potenzial.
- Mangelnde Transparenz in der Umgebung
EDR überwacht zwar die Endgeräte, lässt jedoch andere Netzwerkbereiche unbeobachtet. Viele Angriffe beginnen außerhalb der Endgeräte, etwa durch Social Engineering oder über Schwachstellen in der Cloud. Da EDR sich rein auf Endgeräte fokussiert, bleiben Netzwerk- und Cloud-Risiken oft unentdeckt, was Bedrohungsakteuren Spielraum verschafft, sich lateral im System auszubreiten. - Erkennung erst spät im Angriffsverlauf
Angriffe beginnen häufig im Netzwerk oder durch kompromittierte Cloud-Zugänge, bevor sie auf Endgeräte übergreifen. EDR wird jedoch erst aktiv, wenn Bedrohungen das Endgerät direkt erreichen, wodurch Sicherheitsteams möglicherweise zu spät eingreifen. So kann eine Bedrohung fortschreiten und Schäden anrichten, bevor das Team darauf aufmerksam wird. - Mangel an qualifiziertem Sicherheitspersonal
Die Fachkräfteknappheit in der Cybersicherheit erschwert die effiziente Nutzung von EDR-Lösungen. Da EDR nur ein Teil der Verteidigungsstrategie ist, braucht es erfahrene Experten, die Alarme interpretieren und angemessene Maßnahmen ergreifen. Ohne ausreichendes Fachwissen wird die EDR-Nutzung ineffizient, was Angreifern ungewollte Einfallstore eröffnet. - Überlastung durch Alarmmeldungen
Besonders in großen Netzwerken erzeugt EDR eine Vielzahl an Alarmsignalen, was Sicherheitsteams oft überfordert. Diese Alarmflut kann dazu führen, dass kritische Warnungen übersehen werden und Fehlalarme wertvolle Zeit kosten – Zeit, die zur Abwehr tatsächlicher Bedrohungen dringend gebraucht wird.
Was Unternehmen tun können
Um sich umfassend gegen moderne Bedrohungen zu wappnen, sollten Unternehmen eine integrierte Sicherheitsstrategie wählen. Managed Detection and Response (MDR) bietet eine erweiterte Lösung, die über EDR hinausgeht und die gesamte Umgebung überwacht. Mit MDR haben Unternehmen rund um die Uhr Zugang zu Sicherheitsexperten, die Bedrohungen analysieren und abwehren – oft unter Einbeziehung fortschrittlicher Methoden wie Threat Intelligence und Datenkorrelation.
Fazit: Zeit für einen ganzheitlichen Ansatz
Da Cyberangriffe immer umfassender und ausgeklügelter werden, reicht EDR allein nicht mehr aus. Unternehmen sollten ihre Sicherheitsstrategie durch Technologien wie MDR und Netzwerküberwachungsmechanismen ergänzen, um eine bessere Abdeckung zu erreichen und Bedrohungen schnellstmöglich zu erkennen und abzuwehren. Nur ein umfassender Sicherheitsansatz kann gewährleisten, dass Unternehmen auf die Herausforderungen der modernen Cybersicherheitslandschaft vorbereitet sind und ihre Netzwerke effektiv schützen.